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2. Januar 12:42 AM

Wann lebt man? Und wenn man dann lebt, sollte man das wissen? Lebt man, wenn man weint? Lacht? Wenn man spricht, oder zuhört? Lebt man, wenn die Angst einen zittern lässt oder wenn die innere Ruhe das Herz langsamer schlagen lässt? Ich frage mich das, weil ich gern leben würde, aber niemand erklärt mir wie das geht. Dass sich meine Brust bei jedem Atemzug hebt, ist das leben? Ich erinnere mich an Sommernächte die wir draußen verbrachten. Wir sind an Heuballen hochgeklettert, haben Sterne angesehen, meine Freunde und ich. Wir haben jede Nacht die wir zusammen verbracht haben gelernt und Dinge erlebt, die ich nie vergessen werde. In diesen Nächten habe ich gelebt. Da war ich glücklich. Ist glücklich sein "leben"? Wo sind all diese Tage hin? Ich kann mir die Bilder im Fotoalbum anschauen, die Videos auf meinem Handy, die Einträge in meinen Tagebüchern lesen, doch die Gefühle dieser Momente waren einmal. Denn wir sind alle nichtmehr die, die wir einmal waren. Meine frühere beste Freundin ist jetzt auf Drogen. Sie hat neue Freunde, für sie wahrscheinlich bessere. Mein bester Freund ist ebenfalls auf Drogen. Und Mr. Wrong steht immer noch in der Zeit aus der ich schon lange herausgekommen bin.Es gibt Momente, in denen ich mir sicher bin ihn zu lieben. In denen ich mir nichts als eine wunderschöne Zukunft mit ihm vorstelle, mit Kindern und dem ganzen Kram. Doch ab und zu gibt es auch die Momente, in denen ich mich frage, ob uns nur die Vergangenheit zusammen hält. Oder der Wunsch nach den Menschen, die wir früher einmal waren.Es ist ein schreckliches Gefühl zu wissen, dass man ohne das hin und her besser dran wäre, wenn man nicht weiß ob man den Menschen an seiner Seite noch liebt. Und wenn man sich dann trennt, will man das doch nicht. Ich für meinen Teil habe dann Selbstmordgedanken, schreie, weine, mache dinge kaputt. Ich hasse diese Eigenschaft, ich bin so aggressiv. Hat das auch jemand anders? Diese Situationen in denen deine Emotionen versuchen dich zu zerreißen? In denen du dich einfach nicht wieder erkennst und selbst Angst vor dir hast?Einmal habe ich Mr. Wrong im Streit so sehr provoziert, bis er mich an den Schultern genommen und auf den Boden geworfen hat. Ich weiß nicht wieso, aber in dem Moment wollte ich, dass er etwas tut. Dass er reagiert. Ich wollte ihn spüren. Denn wenn wir streiten, (was wie gesagt sehr oft vorkommt), ist er kalt. Er zeigt keine Gefühle. Als ich dann auf dem Boden vor ihm lag, er so da stand mit seinem roten Kopf und dem wütenden Gesicht, musste ich an damals denken.Als meine Mutter vor Mr. Broke lag, ihrem (Ex?-) Freund. Sie war so dünn und zerbrechlich. So verängstigt. Ihr Blick suchte nach dem meinen, nach dem meines Bruders und sie weinte. Sie bat Mr. Broke sie nicht zu schlagen, wenn wir dabei waren. Das machte ihn wütend.So sah ich Mr. Wrong an und hatte Angst. Ich fühlte, was ich seit Jahren nichtmehr gefühlt hatte. Ich sah etwas, dass ich jahrelang ignoriert hatte.Meine Vergangenheit.Aber jetzt ist nicht die Zeit, um in der Vergangenheit zu schwelgen. Jetzt ist die Zeit für Aktuelles!Die Tage hier sind alle gleich, was es wirklich schwer macht. Bin ein Mensch der viel Abwechslung braucht. Action. Aus dem Grund kann ich keine Ausbildung durchziehen. Habe auch nicht viel Auswahl, musste damals wegen der scheiß Depression meine Schule abbrechen - 2 Wochen vor meinem Abschluss. Der Gedanke macht mich immer traurig, ich könnte jetzt ganz wo anders stehen.Vielleicht ist das auch der Grund, dass ich immer blöde Sachen mache. Ich bauche Action. Ich brauche Trubel, ich brauche Ärger. Denn dann bewegt sich mein Leben, dann bewege ich mich von einem Fleck zum nächsten. Ich möchte nicht auf meinem Fleck sitzen bleiben, ich möchte mal nach vorn, mal zurück, meine Grenzen austesten, sie überschreiten. Das ist mit Abstand die Eigenschaft, die ich am meisten an mir hasse.So wird's nicht langweilig, das ist richtig. Aber ich könnte viel Stress und Verluste vermeiden, wenn ich mich etwas im Griff hätte. Wieso hat mir mein Vater nie Grenzen gesetzt?Apropos Ärger, Grenzen überschreiten,... Vor zwei Monaten wurden Mr. Whatever und ich von der Polizei verhaftet. Meine erste Verhaftung. Hatten gefeiert, auf einer riesigen Halloween-Party. Wir kifften, ich aß zum ersten Mal Hushcookies, sie waren köstlich, flirtete mit einem Mädchen (ich war so stolz auf mich) und trank definitiv zu viel.Am Ende wurden wir jedenfalls angehalten, weil wir zu langsam gefahren sind. Jetzt haben wir Mr. Whatever's Führerschein für drei Monate nichtmehr, was es Anfangs echt schwer gemacht, weil man seltener weggehen kann. Unser Direktor holte uns um sieben Uhr am Morgen auf der Wache ab.Ich schreibe jetzt jedes Mal das Wort "Sex" in meine Tags, damit ich mehr Leser für den Anfang bekomme, seid nicht verwirrt. Aber ich schreibe ja nicht für mich allein, da könnte ich auch nur meine Tagebücher verwenden.
2.1.17 07:08
 


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