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2:57 PM

Ich habe gemerkt, dass die Menschen, die gesagt haben, sie würden immer an meiner Seite bleiben, alle gegangen sind. Und die Leute, mit denen ich in Deutschland nur selten geschrieben habe, die ich nur selten gesehen habe, die schreiben mir noch immer. Fragen, wie es hier ist, interessieren sich. Die Menschen, von denen man es nicht erwartet hat. Habe also gerade mit einer Freundin gecamt und ihr erzählt was hier alles so abgeht. Eigentlich richtig cool und es macht wirklich Spaß die Gesichter zu sehen wenn ich von meinen Erlebnissen erzähle. Hier ist so viel passiert, habe beschlossen ein bisschen hier zu erzählen was hier noch abging, unglaubliche Sachen zum Teil.Aber jetzt habe ich wieder zu arbeiten liebe Freunde, Ferien sind um.Übrigens hat mein Vater gesagt ich darf nach Hause. Ich verliere ihn dadurch nicht und er wird mich nicht hassen, jedoch will er, dass ich dann nichtmehr um Hilfe bete oder zu ihm komme, wenn ich Probleme habe.Einerseits ist es toll jetzt offiziell gehen zu dürfen, andererseits würde ich dann mit Mr. Wrong und seinen Eltern leben, die mich nicht mögen, weil sie für ihren russischen Sohn eine russische Freundin wollen. Wenn wir also Streit hätten oder uns mal wieder trennen würden, wo würde ich hin gehen? Meine alte Wohnung, die in der ich vor diesem Jahr gelebt habe, ist im August wieder frei, dann, wenn ich eigentlich zurück kommen sollte, bis dahin bin ich halt abhängig. Ich hoffe ich kann sehr bald hier weg, ich freue mich so bald wieder zu Haus zu sein! Mit diesen Häusern die ich so hasse, der Energie die mir zum Hals rauskommt. Habe hier herausgefunden, dass ich das liebe.
3.1.17 20:55


10:01 AM

Hey, ich sollte gerade eigentlich arbeiten, also putzen. Jedoch höre ich gerade Musik und wurde von den Worten eines bestimmten Liedes abgelenkt. "Key and Lock" von Savanna Jeffreys. Ich finde es wunderschön wie ihre Stimme zittert, als würde sie weinen. Und ich glaube ihr jedes Wort. Das ist das, was man mit Musik erreichen sollte. Die Menschen fühlen lassen, was du fühlst. Ich liebe das Singen. Jedoch bin ich miserabel im Lieder schreiben, das ist so schade. Geschichten und so etwas gehen, aber mit Geschichten möchte ich die Leute nicht berühren. Sondern mit Tönen, Klängen, Farben. Hört euch das Lied an, es ist so toll. Vielleicht poste ich mal ein Video, auf dem ich singe? Geht das? Muss weiter machen, ciao!
3.1.17 15:57


3. Januar 12:11 AM

So, morgen ist es wieder so weit. Der erste Arbeitstag nach zwei Wochen. Ich habe gehofft, mich in den Ferien zu erholen, habe jedoch wieder so viel gekifft, dass ich mich unnütz und schwach fühle. Oder faul. Jetzt gerade bin ich high. Ich tu es immer wieder, wenn ich kein Gras rauche werde ich verrückt. Das habe ich heute gemerkt, der erste Tag seit Wochen, dass ich kein Gras hatte. Am Ende habe ich irgendeinen Typen angeschrieben, den ich hier wohl irgendwie kennengelernt habe und wir haben den ganzen Abend dumme Serien geschaut und Gras geraucht. War wirklich ganz lustig, habe jedoch ein schlechtes Gewissen, ihr wisst schon, Mr. Wrong. Aber hey, er ist gerade in Amsterdam mit seinen Jungs, oh Gott ich will nicht wissen wie sie ihre Abende verbringen... Ich schätze ich bin so eifersüchtig, weil man mir auch nicht vertrauen kann. Oh, ich hasse das. Ich fühle mich irgendwie sehr wohl seit ich diesen Block habe, ich kann mir immer alles direkt von der Seele schreiben, wenn ich niemanden habe, mit dem ich reden kann. Und ich weiß da draußen, am anderen Ende der Welt sitzen Menschen, die sich hierfür interessieren und ihre Zeit mit meinem Blog totschlagen. Also dann, es ist spät, ich bin komplett zugekifft und muss noch meditieren. Also dann, habt einen wunderschönen Schlaf und bis morgen dann!
3.1.17 06:09


5:39 PM

Was ist so schrecklich daran, wenn ein Mensch einen anderen Weg geht, als der Rest? Ist diese Gesellschaft wirklich noch so primitiv, dass sie solch eine Angst vor neuem hat? Niemand will aus seiner Komfortzone heraus, niemand bricht aus. Wieso lebt niemand? Die Gehirnwäsche der Medien, Eltern und allen anderen hat unser Denken in einen kleinen Raum gezwängt, in der es sich einfach nicht weiter entwickeln kann. Was ist denn "Leben"? Jeder hat sein Ziel, jeder denkt, "wenn ich DAS erreicht habe, lebe ich". Aber hey, was passiert, wenn ihr eure großen Ziele erreicht habt? Ihr sitzt am Abend zu Haus und überlegt euch ein neues, denn sonst würdet ihr stehen bleiben, also kurz gesagt, nicht leben. Leute, macht die Augen auf! Ihr lebt schon auf dem Weg zum Leben! Also bitte, brecht aus. Bitte. Helft verlorenen Menschen, die einfach nirgends reinpassen, einen eigenen Weg zu finden, der eben anders ist.Als ich damals die Schule abgebrochen habe, ging das Gerücht herum, dass ich einfach nicht früh aufstehen wolle. wtf? Ich mache bestimmt elf Jahre Schule um sie zwei Wochen vor meinem Abschluss hinzuschmeißen. Gott, das ist so traurig. Ich habe abgebrochen, weil ich in eine Klinik gekommen bin. Ich konnte nichtmehr aus meiner Wohnung heraus, mich haben diese unechten Gesichter angeekelt, die Welt hat mich bei jedem Schritt, den ich draußen gemacht habe, ein Stück mehr zerfressen. Ich kann es nicht anders beschreiben, das was ich hier versuche zu erklären, kennen nicht alle Menschen. Ist da irgendjemand, der einen Weg geht, von dem ihm jeder abrät? Irgendeiner, der mich versteht?
2.1.17 23:39


2:11 PM

Ich möchte nach Haus. Ich vermisse Mr. Wrong, meinen Vater und meinen Bruder. Hier bin ich ganz allein irgendwie. Keine Ahnung, ist so ne Leere die man nicht richtig beschreiben kann. Wenn ich nach Haus könnte, hätte ich eine feste Ausbildungsstelle als Buchhändlerin. Ich weiß nicht, was Papas Problem ist. Wieso darf ich nicht nach Haus?Bevor ich hierher kam, habe ich zwei Jahre nicht gearbeitet, wegen der Depression. Naja, vielleicht auch ein bisschen wegen dem Kiffen. Saß nur zu Hause und hab gesehen wie jeder und alles, was ich je hatte, ging. Ich bin mir sicher, dass ich jetzt gelernt habe. Ich WILL arbeiten. Weniger kiffen. Und ich hab mir fest für das neue Jahr vorgenommen, mich nichtmehr in die Scheiße zu reiten.Bitte, lasst mich einfach nach Haus kommen. Was bringt es euch, wenn ich hier gegen meinen Willen bleibe? Ernsthaft? Was soll das hier bringen, mal ehrlich. Wollte nie hier sein, habe jetzt fünf Monate gekämpft, gelernt. Ihr habt keine Ahnung wie schwer es ist, nach zwei Jahren nichts tun plötzlich 14 Stunden am Tag zu arbeiten. Zwei Jahre Gras, plötzlich nur noch selten. Und JAHRELANGE Depression. Was soll das? Es war vorraussehbar, dass ich das hier nicht schaffe, oder?
2.1.17 20:12


2:13 AM

Schon so spät und ich zerbreche mir immer noch den Kopf über Dinge die eigentlich glasklar sein sollten. Ich habe mir eigentlich für das neue Jahr vorgenommen, nichtmehr zu rauchen. Hab mir extra keine Kippen mehr gekauft, und jetzt? Rauche ich Zigarettenstummel aus einer alten Kippenpackung, die ich nichtmehr brauche. Ich frage mich, zu welcher Gruppe Mensch ich wohl gehöre. Bis jetzt hab ich in keine gepasst und ich habe schon viele ausprobiert. Gibt es so etwas wie Einzelgänger in dieser Spezies und wenn ja, bin ich einer? Oder können wir von Natur aus gar nicht allein sein? Passt man sich automatisch so an die Gesellschaft an, dass es nicht schwer ist, sich in neue Gruppen einzufinden? Haben all diese Gruppen vielleicht ähnliche Eigenschaften, die einem selbst nicht auffallen, bis man sie gelebt hat? Das einzige was mir persönlich aufgefallen ist, ist, dass sich jeder verstellt. Ich hab Angst, dass ich das auch tue und es mir gar nicht auffällt. Aber das kann nicht sein. Ich meine, von außen bekomme ich ja auch ab und an Rückmeldungen, ich bin "speziell", wie ein paar der Freiwilligen hier getratscht haben. Speziell. Wie können Leute andere Leute verurteilen, in eine Schublade stecken, wenn man noch nie mit einander gesprochen hat? Wenn man nicht weiß, wieso eine Person ist, wie sie ist? Ich versuche immer meine Meinung zu sagen und zwar direkt. Freundlich, aber direkt. Wieso macht das nicht jeder so?Gott, ich hasse diese unnötigen Komplikationen. Lieben wir uns doch einfach alle, helfen uns, sind friedlich und loyal. Ist das so schwer? Oh Gott, bin ich denn friedlich und loyal? Bin ich überhaupt hilfsbereit? Mir beantwortet niemand diese Fragen, weil da niemand ist, der mich wirklich kennt. Ich dachte immer, Mr. Wrong kennt mich. Oder meine Mutter. Meine Freunde. Aber hey, wer ist denn jetzt an meiner Seite? Wer fragt, wie es in mir aussieht? Wieso ist da niemand, der mir in die Augen sieht und mich wirklich ehrlich fragt, wie es mir geht?Leute, seid ihr da? Schreibt mir!
2.1.17 08:17


2. Januar 12:42 AM

Wann lebt man? Und wenn man dann lebt, sollte man das wissen? Lebt man, wenn man weint? Lacht? Wenn man spricht, oder zuhört? Lebt man, wenn die Angst einen zittern lässt oder wenn die innere Ruhe das Herz langsamer schlagen lässt? Ich frage mich das, weil ich gern leben würde, aber niemand erklärt mir wie das geht. Dass sich meine Brust bei jedem Atemzug hebt, ist das leben? Ich erinnere mich an Sommernächte die wir draußen verbrachten. Wir sind an Heuballen hochgeklettert, haben Sterne angesehen, meine Freunde und ich. Wir haben jede Nacht die wir zusammen verbracht haben gelernt und Dinge erlebt, die ich nie vergessen werde. In diesen Nächten habe ich gelebt. Da war ich glücklich. Ist glücklich sein "leben"? Wo sind all diese Tage hin? Ich kann mir die Bilder im Fotoalbum anschauen, die Videos auf meinem Handy, die Einträge in meinen Tagebüchern lesen, doch die Gefühle dieser Momente waren einmal. Denn wir sind alle nichtmehr die, die wir einmal waren. Meine frühere beste Freundin ist jetzt auf Drogen. Sie hat neue Freunde, für sie wahrscheinlich bessere. Mein bester Freund ist ebenfalls auf Drogen. Und Mr. Wrong steht immer noch in der Zeit aus der ich schon lange herausgekommen bin.Es gibt Momente, in denen ich mir sicher bin ihn zu lieben. In denen ich mir nichts als eine wunderschöne Zukunft mit ihm vorstelle, mit Kindern und dem ganzen Kram. Doch ab und zu gibt es auch die Momente, in denen ich mich frage, ob uns nur die Vergangenheit zusammen hält. Oder der Wunsch nach den Menschen, die wir früher einmal waren.Es ist ein schreckliches Gefühl zu wissen, dass man ohne das hin und her besser dran wäre, wenn man nicht weiß ob man den Menschen an seiner Seite noch liebt. Und wenn man sich dann trennt, will man das doch nicht. Ich für meinen Teil habe dann Selbstmordgedanken, schreie, weine, mache dinge kaputt. Ich hasse diese Eigenschaft, ich bin so aggressiv. Hat das auch jemand anders? Diese Situationen in denen deine Emotionen versuchen dich zu zerreißen? In denen du dich einfach nicht wieder erkennst und selbst Angst vor dir hast?Einmal habe ich Mr. Wrong im Streit so sehr provoziert, bis er mich an den Schultern genommen und auf den Boden geworfen hat. Ich weiß nicht wieso, aber in dem Moment wollte ich, dass er etwas tut. Dass er reagiert. Ich wollte ihn spüren. Denn wenn wir streiten, (was wie gesagt sehr oft vorkommt), ist er kalt. Er zeigt keine Gefühle. Als ich dann auf dem Boden vor ihm lag, er so da stand mit seinem roten Kopf und dem wütenden Gesicht, musste ich an damals denken.Als meine Mutter vor Mr. Broke lag, ihrem (Ex?-) Freund. Sie war so dünn und zerbrechlich. So verängstigt. Ihr Blick suchte nach dem meinen, nach dem meines Bruders und sie weinte. Sie bat Mr. Broke sie nicht zu schlagen, wenn wir dabei waren. Das machte ihn wütend.So sah ich Mr. Wrong an und hatte Angst. Ich fühlte, was ich seit Jahren nichtmehr gefühlt hatte. Ich sah etwas, dass ich jahrelang ignoriert hatte.Meine Vergangenheit.Aber jetzt ist nicht die Zeit, um in der Vergangenheit zu schwelgen. Jetzt ist die Zeit für Aktuelles!Die Tage hier sind alle gleich, was es wirklich schwer macht. Bin ein Mensch der viel Abwechslung braucht. Action. Aus dem Grund kann ich keine Ausbildung durchziehen. Habe auch nicht viel Auswahl, musste damals wegen der scheiß Depression meine Schule abbrechen - 2 Wochen vor meinem Abschluss. Der Gedanke macht mich immer traurig, ich könnte jetzt ganz wo anders stehen.Vielleicht ist das auch der Grund, dass ich immer blöde Sachen mache. Ich bauche Action. Ich brauche Trubel, ich brauche Ärger. Denn dann bewegt sich mein Leben, dann bewege ich mich von einem Fleck zum nächsten. Ich möchte nicht auf meinem Fleck sitzen bleiben, ich möchte mal nach vorn, mal zurück, meine Grenzen austesten, sie überschreiten. Das ist mit Abstand die Eigenschaft, die ich am meisten an mir hasse.So wird's nicht langweilig, das ist richtig. Aber ich könnte viel Stress und Verluste vermeiden, wenn ich mich etwas im Griff hätte. Wieso hat mir mein Vater nie Grenzen gesetzt?Apropos Ärger, Grenzen überschreiten,... Vor zwei Monaten wurden Mr. Whatever und ich von der Polizei verhaftet. Meine erste Verhaftung. Hatten gefeiert, auf einer riesigen Halloween-Party. Wir kifften, ich aß zum ersten Mal Hushcookies, sie waren köstlich, flirtete mit einem Mädchen (ich war so stolz auf mich) und trank definitiv zu viel.Am Ende wurden wir jedenfalls angehalten, weil wir zu langsam gefahren sind. Jetzt haben wir Mr. Whatever's Führerschein für drei Monate nichtmehr, was es Anfangs echt schwer gemacht, weil man seltener weggehen kann. Unser Direktor holte uns um sieben Uhr am Morgen auf der Wache ab.Ich schreibe jetzt jedes Mal das Wort "Sex" in meine Tags, damit ich mehr Leser für den Anfang bekomme, seid nicht verwirrt. Aber ich schreibe ja nicht für mich allein, da könnte ich auch nur meine Tagebücher verwenden.
2.1.17 07:08


10:44 PM

Es ist unvorstellbar wie weit weg ich von zu Haus bin. Als ich noch da war, habe ich es gehasst. Die Häuser. Die Menschen. Die Negativität die ich mit meiner alten Wohnung, der Umgebung und der Luft dort verband, war so stark, dass ich alles hingeworfen habe und hier her gekommen bin. Es ist das erste Mal, dass ich meinen Vater vermisse. Es ist das erste Mal, dass ich mich vermisse. Wenn ich jetzt zurück denke, war alles so einfach. Ich hatte meine Freunde. Meine Liebe. Ich hatte alles. Hat vielleicht genau das weh getan? Als Kind hatte ich nichts. Ich wollte immer alles. Ich fühle mich ziemlich leer. Ziemlich allein. Ich habe hier Freunde, so ist es nicht. Ms. Whatever, Mr. Whatever und Mr. Hi. Ich nenne Mr. und Ms. Whatever zusammen, weil sie zusammen sind. Ich weiß wie es ist, verliebt zu sein. Ich weiß, wie es ist, jemanden gefunden zu haben, auf den man immer gewartet hat, es aber nie wusste. Eine Person die da ist und plötzlich etwas in dir füllt, das schon immer leer war. Und man denkt man ist zu zweit unschlagbar und ganz allein auf der Welt. Dann fängt man an, dasDrumherum zu vergessen und man schafft sich eine Welt die sehr einsam ist, wenn der Partner sie verlässt. Aber ich möchte gar nicht darauf eingehen, Mr. und Ms. Whatever sind gern zu zweit, sagen wir es so. Also habe ich hier Mr. Hi an meiner Seite, der mir schon fast etwas Leid tut, weil ich echt anstrengend sein kann. In wie fern anstrengend? Nun, ich kann beispielsweise einfach nicht mit Geld umgehen. Eigentlich das dümmste, dann ein FREIWILLIGES, soziales Jahr machen zu wollen. Aber naja, jedenfalls muss er mir oft etwas leihen, sich meine Probleme anhören, auch wenn ich versuche sie so gut es geht für mich zu behalten. Er hat mich in der Silvesternacht von der Kommune abgeholt, das ist Freundschaft.Ich habe das Gefühl, allmählich das Kind in mir zu verlieren. Alle paar Monate ein Stück mehr, seit ich hier bin. Auf einer Seite ist es toll zu lernen, sich zu entwickeln, Dinge zu erkennen die nicht Sichtbar waren. Doch auf der anderen Seite lässt dich das ernst werden, nachdenklicher. Du siehst alles von einer anderen Seite und wenn du dich wochenlang fragst, was mit dir los ist, erkennst du plötzlich, dass du erwachsener geworden bist? Naja, erwachsen wird sowieso niemand. Nur die jungen Menschen denken, dass man auswachsen kann. Nicht einmal körperlich ist das möglich. Der Körper altert jeden Tag. Doch man kommt irgendwann an einen Punkt an dem man sicher weiß, dass man reifer geworden ist. Das kann schmerzhaft sein, oder vielleicht ist es das ja immer? Ich bin 18 Jahre alt und weiß genau, dass da tausende von anderen Jugendlichen sitzen die verzweifeln und sich allein fühlen. Wir haben alle unseren Kopf voll mit Problemen, die wir uns selbst machen. Die im hintersten Eck unseres Kopfes drücken, weil wir sie schon so lang versuchen vor uns selbst zu verstecken. Wir haben so viel Gefühle und Emotionen. Jeden Tag aufs neue, sobald wir aufstehen fangen wir an zu kämpfen. Jeder für sich. Jeder gegeneinander. Dabei sollten wir füreinander da sein, uns Ratschläge geben, kommunizieren und darüber reden, was wir jetzt gerade fühlen. Über den Kummer reden, der uns mit seinen eiskalten langen Fingern versucht in die einsame Dunkelheit unseres Denkens zu reißen.
2.1.17 04:56


9:36 PM

Die "Szene", von der ich in meinem letzten Eintrag rede, waren eigentlich nur meine Freunde. Wir liebten Gras und das Feiern. Waren jedes Wochenende besoffen, das war eine tolle Zeit. Ich hab in Deutschland auch selbst Partys geschmissen. Zu meinem 16. Geburtstag kamen 70 Leute, zu meinem 17. kamen 30 und an meinem 18. waren wir nur fünf. Das war jedoch auch der angenehmste Geburtstag von allen. In dem Ort aus dem ich komme, gibt es viele Gruppen. Ich weiß nicht wieso, aber so wie ich es mitbekommen habe ist es dort krasser mit Drogen und der Oberflächlichkeit als in anderen Orten, aber wissen kann ich das natürlich nicht. Es ist keine große Stadt, eine Kleinstadt in Bayern an der Grenze zu Hessen, eine halbe Stunde vom schönen Frankfurt entfernt.Ich vermisse meine Freunde. In der Zeit, die ich mit Mr. Wrong verbracht habe, habe ich jeden Kontakt mit ihnen verloren. Mit hinzu kam meine Depression. Diese Zeit verbrachte ich in meiner Wohnung, kiffte, schaute Filme und bemitleidete mich selbst. Mr. Wrong ist aber gar nicht so wrong. Er hat mir so geholfen. Wenn ich am Boden war, war er da. Wenn alle gegangen sind, hat er meine Hand gehalten und mir gesagt, dass ich niemals allein sein werde. Als ich mich umbringen wollte, war er das erste und letzte Gesicht, dass ich gesehen habe.Unsere Beziehung war sicher nicht leicht für ihn. Oder ist? Da wir in einer ständigen On- Off-Beziehung leben, kann ich nie sagen, ob wir grade zusammen oder getrennt sind. Ich glaube, wir sind grade getrennt. Kann mich nichtmal an den Grund erinnern. Den ersten Tag, den ich bei den Hippies in der Kommune verbrachte, waren wir getrennt, also schlief ich mit einem von ihnen. Ich wollte es nicht, wirklich. Doch wie ich vorhin schon erwähnt habe, ich, Sex und Selbstvertrauen, das passt nicht zusammen. Ich dachte vom Vorspiel bis zum Schluss an Mr. Wrong und fragte mich die ganze Zeit, wieso ich das tu. War es, weil ich nicht unhöflich sein wollte? Ich meine, Gras, Essen, ein Bett für eine Woche und sie kannten mich noch nicht einmal richtig. Und übrigens, wenn ich high bin, kann ich nicht klar denken. Also lag ich da, neben einem von oben bis unten behaarten Typen, er roch nicht gut und ich fand ihn in keinster Weise attraktiv. Doch er rieb seinen langen Bart an meinem Hals und atmete mich mit seinem modrigen Atem an. Und ich lag einfach da und lies ihn machen. Er hatte ein Problem seinen kleinen Freund einzuführen also lies ich mich auf ihn drauffallen wenn man es so will, ich wollte es einfach hinter mich bringen.Und nach einer halben Minute schob er mich von sich herunter und sah mich erschrocken an. Auf meine Frage was los sei, stotterte er, dass es einfach passiert sei. Das war einfach perfekt.In den nächsten Nächten, versuchte er es mehrmals wieder, doch in diesen konnte ich zum Ausdruck bringen, dass ich keinen Sex mit ihm wollte. Wieso ich dort geblieben bin? Wieso ich sein Bett mit benutzt habe? Ich bin dort geblieben, weil meine Freunde in New York oder arbeiten waren. Niemand konnte mich abholen. Es ist nicht als hätte ich es nicht versucht. Und auf die Frage, wieso ich bei ihm geschlafen habe, ist, dass ich sonst hätte auf dem Boden schlafen müssen. Und dieser war dreckig, verstaubt, klebrig, HART und es stank einfach. So fühlte ich mich vier Tage am Stück wie eine Schlampe, saß zwischen ungepflegten Hippies, rauchte Bong und starrte auf den viel zu großen Bildschirm. Ich glaube, ich habe aus dieser Woche gelernt. Ich weiß nun, wie ich nicht enden will.
2.1.17 03:48


5:13 PM

Ich verbrachte die letzte Woche in einer Kommune, dort kiffte und lungerte ich den ganzen Tag herum. Mir geht es seit dem anders. Es ist eigenartig, solch intime Gefühle mit der ganzen Welt zu teilen. Aber ich bezweifle, dass irgendjemand meinen Blog finden wird, geschweige denn jemand, der mich kennt. Eigentlich liebe ich das Kiffen. Ich liebe den Geschmack, den Moment in dem dir einer deiner Leute den Joint reicht, das Gefühl des high seins. Doch die Zeit dort, hat mich glaube ich verblödet. Und ich rede NIE auf diese Art über Gras. Ich liebe Gras. Nun ja, ich weiß nicht wie ich über meine Erlebnisse berichten soll ohne wie eine komplett Assoziale dazustehen, aber vielleicht bin ich auch einfach jung? Vielleicht erlebt jeder das ein oder andere für das er sich irgendwann schämt?Ich muss erwähnen, dass ich kein Selbstvertrauen habe. Ich schaffe es zwar, die Leute glauben zu lassen ich wäre Selbstsicher, stark, aber nein. Das ist nicht so. Ich habe nur lernen müssen, wie es ist, zu spielen, denn so schützt man sich. Immer die, die am lautesten Lacht. Die, die immer zu aufgedreht ist. Die, die auf Fremde vielleicht wie eine Angeberin wirkt. Es stimmt, ich gebe gern an. Ich gebe mit vielem an, selbst mit Dingen auf die man nicht stolz zu sein braucht. Ich denke, als mein Psychologe gemeint hat dass ich gut im manipulieren bin, hat er das gemeint. Dinge mit Worten auf den Weg lenken, auf dem ich sie sehen will. Je unsicherer ich werde, desto mehr rede ich. Irgendwie traurig, so ein Muster, aus dem man einfach nicht herauskommt, oder? Mich macht das traurig.Ich schlief mit einem der Jungs. Es war zu erwarten, er bot mir schon Wochen bevor ich zu Besuch kam an, in seinem Bett zu schlafen. Ich hatte mir vorgenommen, keinen Sex mit ihm zu haben. Vor allem weil ich einen Freund habe! Das ist der Haken... An dem Tag, an dem ich zur Kommune gefahren wurde, von einem meiner Freunde hier in Amerika, hatte Mr. Wrong (so nenne ich ihn jetzt hier), Schluss mit mir gemacht. Er lebt in Deutschland und wir waren ein Jahr hier bevor ich geflogen bin, als kleine Hintergrundinformation.Ich hasse es, das sagen zu müssen. Aber ich liebe Sex. Und ich habe kein Selbstvertrauen. Das bedeutet, dass wenn ein Mann Sex mit mir haben will, kann ich so gut wie nie nein sagen. Die Situation gab es schon oft! Ich habe nur drei Mal nachgegeben... Wieso? Wieso betrüge ich den Menschen, den ich so sehr liebe? Darauf kommen wir später zurück. Mr. Wrong und ich streiten sehr viel. Er vertraut mir nicht (wieso nur?). Und da ich weiß, dass man mir nicht vertrauen kann, vertraue ich ihm auch nicht. Aber ich glaube, das spielt sich eher auf unbewusster Ebene ab. Also, jedenfalls versucht die altbekannte Eifersucht jedes Mal aufs neue, einen Keil zwischen uns zu setzen. Oh, und das Gras auch. Nicht nur das Gras, alles. Sagen wir es so, als er und ich uns kennengelernt haben, war ich noch eine Jungfrau und wusste so oder so nichts vom Leben. Er holte mich aus der Szene raus in der ich damals gesteckt habe, und ich weiß immernoch nicht ob ich ihm dankbar dafür sein soll.Muss los, schreibe bei Zeit weiter.
1.1.17 23:24


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